15 - Für eine Stadt des Sports.

SPD Neuss: Kommunalpolitische Leitlinien 2009-2014

Sport ist für die meisten Menschen Freizeitgestaltung. Er trägt zum Erhalt der eigenen Gesundheit bei, entspricht dem Wunsch nach körperlicher Betätigung, und Selbsterfahrung. Der Sport nimmt wichtige soziale und gesellschaftliche Funktionen wahr. Ethnische, soziale und demografische Unterschiede sind selten so gut zu überwinden wie im Sport. Er hat eine dauerhafte integrative Wirkung.
Sport bietet für Kinder und Jugendliche vielfältige und unverzichtbare Möglichkeiten ihrer Persönlichkeitsentwicklung. Bereits im Kindergarten müssen die Weichen gestellt werden, um die motorischen Fähigkeiten zu fördern und einen gesunden Lebensstil von Anfang an zu unterstützen. Danach bieten Ganztagsangebote eine Chance, dass möglichst jedes Kind und jeder Jugendliche seine sportlichen und motorischen Fähigkeiten entdecken und entfalten kann.

Die SPD setzt sich für die Schaffung einer sportgerechten Stadt Neuss mit einer zukunftsfähigen Sportentwicklungsplanung ein. Ohne mittel- und langfristige angelegte Investitionen im Sporthaushalt können keine strukturellen Verbesserungen im Sportangebot und mit Rücksicht auf den Haushalt Synergieeffekte erzielt werden.

Die SPD bekennt sich weiterhin zum Erhalt und der Stärkung unserer stadtteilnahen Sporteinrichtungen, den Bezirkssportanlagen. Sie sollen in ihren Funktionen erweitert und zu Sportzentren entwickelt werden. Die Anlagen müssen außerdem in ihrer qualitativen Ausstattung verbessert und für die Zukunft ertüchtigt werden. Ihrem Angebot entsprechend sollen die Bezirkssportanlagen in Zukunft je nach Ausbaustand sowohl zentrale wie dezentrale Funktionen im sportlichen Versorgungsangebot der Stadt übernehmen.

Für Sportarten mit besonderem Schwerpunkt werden so genannte Sportthemenparks eingerichtet. Beispielsweise soll auf der Bezirkssportanlage Reuschenberg ein Familien- und Freizeitpark entstehen. Die vorhandene Fläche der Südpark-Freizeitanlage sowie der Reuschenberger See sollen in die Untersuchungen für ganzjährigen Trendsport und für Jogging mit entsprechender Ausleuchtung eingebunden werden.

Die zu schaffenden Zentren müssen in ihrer Infrastruktur verbessert werden, um einen noch höheren Nutzungsgrad zu erzielen; beispielsweise durch Allwetterplätze und Flutlicht im Winter.

Zumindest eine Anlage sollte für höherklassige Fußball (gast-)spiele mit einer Tribüne ausgebaut werden. Darüber hinaus braucht der Fußballsport als sportlicher Schwerpunkt Unterstützung, z.B. durch die Anlage von Kunstrasenplätzen. Sollte die Errichtung derartiger Plätze ohne größere ökologische Einschränkungen auch am Stadtwald möglich sein, würden wir dies begrüßen.

Bereits jetzt nicht mehr genutzte Bezirkssportanlagen, bzw. aufgrund der demographischen Entwicklung überflüssig werdende Einrichtungen, werden zurückgebaut. Die Gelände sollen weiterhin für eine öffentliche Nutzung zur Verfügung stehen.

Die SPD hat sich immer für die Errichtung einer modernen Leichtathletik-Wettkampfanlage mit einer Kunststoffanlage in Neuss eingesetzt. Wir unterstützen nachhaltig das Bestreben der Neusser Leichtathletik-Vereine, auf der Ludwig-Wolker Anlage an der Pomona eine derartige Anlage für den Wettkampfsport und den Leistungssport errichten zu wollen.

Wir unterstützen auch den nicht vereinsgebundenen Sport. Immerhin werden zwei Drittel aller Sportarten in nicht organisierter Form auf verschiedenen Geländen im Freien ausgeübt.

Einschränkungen des Sportbetriebs in den Neusser Sportanlagen durch Allgemeinverfügungen der Verwaltung dürfen nicht zum Vorteil einiger Weniger gehen, wie dies zum Bespiel beim Bauvorhaben auf dem Gelände des Marianums in direkter Nachbarschaft des Jahnstadions der Fall ist.

Das Vorhaben der Turngemeinde Neuss, auf dem Gelände des Jahnstadions eine Sporthalle mit Vereinszentrum zu errichten, wird die SPD dann positiv begleiten, wenn dies allgemeinverträglich auf dem Gelände realisiert werden kann. Dabei fordern wir eine bauliche Verknüpfung des TG-Zentrums mit der vorhandenen, jedoch sanierungsbedürftigen Stadionhalle, um den Freiraum und die Sportanlagen weitgehend vor einer Bebauung zu schützen. Falls die Standortfrage zur Zufriedenheit aller gelöst werden kann, erwarten wir Synergieeffekte in der Nutzung des Jahnstadions, zum Beispiel durch eine höhere Nutzungsfrequenz der Außenanlagen.

Alle sportlich Aktiven sollen auch künftig in Neuss Sport zu bezahlbaren Konditionen betreiben können. Aus diesem Grund lehnt die SPD jegliche Nutzungsgebühren für den Sportbetrieb auf öffentlichen Anlagen ab, solange dies für den städtischen Haushalt finanzierbar bleibt. Nutzungsgebühren würden die Vereine in Neuss erheblich belasten und unweigerlich zu Steigerungen der Mitgliedsbeiträge führen.

Bereits existierende erste Planungen des Stadtsportverbandes Neuss für die Errichtung eines Behindertensportzentrums unterstützt die SPD uneingeschränkt.
Für die Schaffung eines solchen Zentrums ist ein städtisches Grundstück unentgeltlich für dieses Vorhaben zweckgebunden zur Verfügung zu stellen.

Bemühungen von Sportvereinen und Verbänden für Projekte zur Bewegungsförderung und der Talentsichtung an Neusser Schulen, wie zum Beispiel das angedachte Stadtsportverbandsprojekt „Junger Sport in Neuss“, begrüßen wir ausdrücklich.

Die Interessen der Sport- und Schulpolitik müssen auf Verwaltungsebene zukünftig besser miteinander vernetzt werden.

Null Toleranz bei Doping.“ Die SPD setzt sich dafür ein, auch auf kommunaler Ebene weiter nach Möglichkeiten zu suchen, wie den Praktiken im Doping begegnet werden kann. Dazu ist das „Neusser Modell“ eine Möglichkeit, die die SPD Neuss unterstützt. Kommunale Sportförderungen können mit Regelungen zum Anti-Doping erweitert werden.

Die Einbeziehung der Neusser Sportvereine in die Integrationsbemühungen ist unerlässlich. Bewegung, Spiel und Sport sind optimale Voraussetzungen, Vorurteile gegenüber Menschen mit Migrationshintergrund abzubauen und die gegenseitige Toleranz zu fördern. Finanzielle Unterstützung soll jedem Sportverein zukommen, der sich im Rahmen des Programms für die Integrationsarbeit engagieren möchte. Die SPD setzt sich dafür ein, erkannte Defizite abzubauen. So sollen stadtweite Wettbewerbe, die das Anliegen „Integration durch Sport“ in besonderem Maße fördern, bestmöglich unterstützt werden. Wir setzen uns dafür ein, dass die Sportförderrichtlinien entsprechend erweitert und ergänzt werden.

Der Sportaustausch mit den Neusser Partnerstädten muss intensiver gefördert werden, besonders zu den neuen türkischen Partnerstädten Nevsehir und Bolu.

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